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Hyperbaric Training CenterDeutschland e.V.
Leitfaden für Interessierte

Die Ausbildung zum Berufstaucher in Deutschland
Eine Information der Industrie- und Handelskammer




Sie interessieren sich für die Ausbildung zum Berufstaucher. Diese Informationsbroschüre soll Ihnen einen Überblick über die Voraussetzungen und Durchführung der Taucherausbildung sowie das entsprechende Umfeld in Deutschland geben. Die Broschüre erhebt allerdings nicht den Anspruch, vollständig zu sein. Sollten Ihnen bei der Lektüre Fehler auffallen, melden Sie diese dem Verfasser.

Verfasser: Volker Schröder, Industrie- und Handelskammer zu Kiel


Allgemeine Bemerkungen

Bis 1981 galt der Taucher im Sinne des Berufsbildungsgesetzes (BBiG von 1969) als Aufbauberuf. Um seine Taucherprüfung ablegen zu können, musste man vorab eine 3-jahrige (Matrosen eine 2-jährige) Berufsausbildung zum Taucher in einem Taucherunternehmen absolviert haben. Als Prüfungszeugnis wurde ein sogenannter Facharbeiterbrief ausgehändigt.

Am 01.04.1981 trat die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Taucher/Geprüfte Taucherin vom 08.10.1980 in Kraft. Danach war dieser Beruf nicht mehr im Bereich der Beruflichen Ausbildung (Sekundarbereich II) sondern im Bereich der Beruflichen Fortbildung (Quartärer Bildungsbereich) angesiedelt. Das bedeutete, dass die Prüfung durch eine bundesweit gültige Rechtsverordnung geregelt wurde; aber nicht bzw. nur indirekt (teilweise über die Zulassungsvoraussetzungen) der Weg zur Prüfung. Die Vorbereitung auf die Taucherprüfung musste gemäß Verordnung in einem von der Berufsgenossenschaft anerkannten Taucherlehrbetrieb erfolgen. Einen zeitlichen Rahmen der Vorbereitung sah die Verordnung nicht vor; außer dass mindestens 200 Taucherstunden nachzuweisen waren.

Unter Federführung der Industrie- und Handelskammer zu Kiel und später des Deutschen Industrie- und Handelstages DIHT in Bonn wurde eine Arbeitsgruppe mit dem Ziel der inhaltlichen Überarbeitung der Rechtsverordnung installiert.. Unter Berücksichtigung auch eu- ropäischer Belange und Anforderungen wurde ein Verordnungsentwurf erstellt, der die Vorbereitung auf die Taucherprüfung nicht nur inhaltlich modifizierte sondern auch strukturell grundlegend änderte. Die gleichzeitig angestrebte Verlagerung zurück in den Sekundarbereich II als Ausbildungsberuf ließ sich leider nicht realisieren. Die Vorbereitung auf die Prüfung im Betrieb wurde mit zwei Jahren fest geschrieben, die Zuständigkeit den Industrie- und Handelskammern zugeordnet. Unter Federführung des Deutschen Industrie- und Handelstages DIHT , Bonn, wurde ergänzend zur Rechtsverordnung ein Rahmenstoffplan für die betriebliche und außerbetriebliche Ausbildung des angehenden Tauchers erstellt, der allen Interessierten bei Nachfrage von der Industrie- und Handelskammer zu Kiel zur Verfügung gestellt wird.

Die neue Rechtsverordnung wurde vom Bundesminister für Bildung und Forschung am 25.02.2000 erlassen und am 01.Juni 2000 in Kraft gesetzt.

Die gegenseitige Anerkennung und ggf. Harmonisierung der Taucherausbildung in den Staaten der Europäischen Union ist nunmehr vorrangiges Ziel der weiteren Aktivitäten.


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